gestell | 2025

Installationsansicht
Installation
Metallgerüst | Schaukel | Elektromotor | 9 Monitore diverse Grössen | Videos mit Audio (unterschiedliche Laufzeiten, geloopt) | Wasserflasche | Spielschachtel
Die Installation *Gestell* vereint eine offene Metallstruktur mit neun Monitoren, einer mechanisch bewegten Schaukel und ausgewählten Alltagsgegenständen, die zugleich in den gezeigten Videoarbeiten erscheinen. Im Zentrum schwingt eine scheinbar verlassene Schaukel sanft hin und her – eine Bewegung, die auf eine gerade noch anwesende, nun aber abwesende Person verweist. Fünf der Videoarbeiten zeigen rogerwirz | thomashüsler in vermeintlich gemeinsamen Handlungen und Interaktionen. Erst bei genauerer Betrachtung wird erkennbar, dass diese Begegnungen das Ergebnis filmischer Montagen sind. Die Künstler zeichnen sich an ihren geografisch getrennten Lebensorten über-wiegend zeitgleich auf, bereits im Bewusstsein ihrer späteren visuellen und räumlichen Verschränkung.
Die Installation überführt diese konstruierten Begegnungen in einen physischen Raum, in dem sich reale Objekte, mediale Bilder und mechanische Bewegungen gegenseitig aufeinander beziehen. Dabei verschwimmendie Grenzen zwischen tatsächlicher Anwesenheit und inszenierter Nähe, zwischen dokumentierter Wirklichkeit und medial erzeugter Gemeinsamkeit.
*Gestell* untersucht, wie sich räumliche Distanz durch zeitliche Synchronisierung und mediale Konstruktion in eine Form gemeinsamer Präsenz übersetzen lässt. Die Arbeit macht Abwesenheit nicht nur sichtbar, sondernals räumliche und körperliche Erfahrung erfahrbar.